Blog der S1A aus Pontresina
Die 1. Sek A verbrachte ihr Klassenlager in Pontresina. Lesen Sie dazu die Berichte der Schülerinnen und Schüler
Montag, 22.6.26, Jungs Zimmer Edelweiss
Bei der Abreise wurden wir von unseren Eltern herzlich verabschiedet. Dann ging unsere Reise los Richtung Pontresina. Während der vierstündigen Fahrt mussten wir mehrmals umsteigen. In der Jugendherberge angekommen hatten wir eine halbe Stunde Freizeit, konnten jedoch noch nicht unsere Zimmer begutachten. Daraufhin ging unsere erste Wanderung los, alle waren aufgeregt und freuten sich die Schweizer Natur.
Die Stand-Seilbahn brachte uns zum Muottas Muragl hoch, wo wir die Aussicht auf die Oberengadiner Seen genossen. Von dort wanderten wir etwa 3.5 Stunden lang Richtung Alp Languard. Wir konnten uns entscheiden, ob wir über die Segantinihütte oder um den Berg herum wandern. Die Hälfte der Klasse ging um den Berg und wartete eine Stunde in einem Restaurant und dann fuhren wir mit dem Sessellift nach Pontresina. Auf dem Weg in die Jugendherberge durften wir im Coop ein paar Snacks einkaufen, auf dem Weg nach Hause setzte der Regen ein und so liefen wir im Regen nach Hause.
Dienstag, 22.6.26, Jungs Zimmer Enzian
Wir sind um 7 Uhr aufgestanden und haben ein leckeres Frühstück gegessen. Dann machten wir uns auf den Weg zur Luftseilbahn Surlej Corvatsch. Wir sind mit dem Bus gefahren, die Fahrt ging 30 Minuten.
Als wir nach zehn Minuten warten in die Gondel einstiegen sind, fuhren wir hoch über die Felsen. Nach der ersten Bahn waren wir auf 2800 Meter über Meer. Von dort hatte man eine schöne Aussicht. Von der Mittelstation sind wir in die zweite Gondel eingestiegen. Diese brachte uns auf 3303 Meter über Meer. Die Aussicht dort oben war atemberaubend schön.
Danach liefen wir zuerst ein paar Meter runter und dann steil hinauf zur Furcla Surlej, wo wir an einem kleinen See picknickten und unsere Sandwiches assen. Wir sahen Hunde im eiskalten blauen Wasser plantschen. Dann liefen wir den steilen felsigen Weg hinunter über Stock und Stein. Wir sahen Schlangen und Murmeltiere. In der Ebene beim Restaurant Roseg angekommen, konnte man sich ein leckeres Glace kaufen. Nach einer kurzen Pause ging es weiter auf einem Waldwanderweg am Fluss Ova da Roseg entlang und kamen schliesslich nach viel Schweiss und fünf Stunden Wanderzeit in Pontresina an. Zum Znacht gab es Spätzle, Fleischplätzchen, gekochtes Gemüse und Bratensosse. Am Abend haben wir Volleyball und Fussball gespielt. Alles in allem war es ein guter Tag.
Mittwoch, 24. 6. 26, Mädchen Akelei
Am Morgen konnten wir im Vergleich zu den anderen Tagen ausschlafen. Um 7:45 Uhr assen wir Frühstück und liefen kurz darauf schon los nach St. Moritz. Wir legten eine kurze Pause am Stazersee ein, ein paar von uns gingen sogar schwimmen. Angekommen in St. Moritz besichtigen wir das Museum des berühmten Künstlers Segantini. Er malte vor allem Berge, wobei er einen Zeichenstil anwendete, indem er nur Striche zeichnete.
Danach hatten wir Freizeit, um uns in der Stadt ein wenig umzusehen. Da es in hier eher gehobenere Läden gab, konnten wir recht wenig machen und so trafen wir uns schon eine Stunde später wieder in der Stadtmitte und fuhren von dort mit dem Bus zum Hallenbad, wo wir fast drei Stunden blieben. Es gab drei Rutschen, einen Innenbereich mit Schwimmbahnen und einem Sprungbrett und einen Aussenbereich mit Whirlpool. Danach brachte uns der Bus zurück nach Pontresina in unsere Jugendherberge, wo wir Freizeit hatten. Während die meisten von uns draussen Volleyball spielten und einige sich im Zimmer ausruhten, bereitete das zuständige Zimmer-Team den Beamer für das Fussballspiel vor, bei dem sehr viele eher auf Kanada oder Unentschieden tippten und fast keiner Vertrauen in die Schweizer Mannschaft hatte. Nach der ersten Halbzeit gingen wir alle auf unsere Zimmer mit dem Plan zu schlafen, da wir für die morgige Wanderung ausgeschlafen sein sollten.
Donnerstag, 25.6.2026, Jungs Alpenrosen
Heute Donnerstag mussten wir um 6:45 aufstehen und um 7:15 frühstücken, weil um 8:08 schon der Zug fuhr. Mit dem Zug an der Talstation Diavolezza angekommen, brachte uns die Gondel auf 2978 MüM. Kurz vor 9:00 sind wir angekommen. Nach einer kleinen Pause, Fotos und Umschauen in der wunderschönen Berglandschaft haben wir uns in zwei Gruppen geteilt und die beiden Bergführer haben dann einiges erklärt, gezeigt und erzählt. Nach einer Weile sind wir dann die Moräne hinuntergelaufen und nach ungefähr einer halben Stunde sind wir am Gletscher angekommen. Dort mussten wir solche Spikes an unsere Schuhe machen und so konnten wir die Wanderung auf dem Gletscher fortführen.
Es war sehr faszinierend, was für Sachen wir gesehen haben: riesige Risse, Moränen, Flüsse und riesige Formationen. Das Laufen auf dem Gletscher war sehr cool und einmalig. aber auch sehr anstrengend. An manchen Stellen mussten wir aufpassen, dass wir nicht in tiefe Schluchten runterfallen würden. Wir mussten uns alle immer stets sehr konzentrieren, was tatsächlich auch anstrengend war. Nach ungefähr zwei Stunden laufen und kleinen Pausen, bei denen unsere Bergführer uns Sachen erklärt haben, sind wir irgendwann an einem sicheren Ort angekommen und haben endlich unsere langverdiente Mittagspause gemacht! Nach einer halben Stunde um 12:45 mussten wir wiederum wieder weiter gehen mit neuer getankter Energie. Beim zweiten Teil der Gletscherwanderung ging es viel besser und wir konnten uns wieder konzentrieren! Dieser Teil war zwar gleich wie der erste Teil der Gletscherwanderung, aber lief allgemein irgendwie besser! Einfach gesagt nach weiteren eineinhalb Stunden sind wir endlich wieder auf festerem, steinigerem Boden angekommen, wo wir eine weitere Pause gemacht haben. Dort hat sich dann einer unseren Wanderführer verabschiedet und so sind wir dann mit unserem anderen weitergelaufen, wo jeweils eine Person in der Gruppe Fotos von so Stahl Posten machen musste mit den Jahren und Informationen drauf über diesen Gletscher dort. Nach einer weiteren halben Stunde sind wir dann an der Bahnstation Morteratsch angekommen und haben den 15:40er Zug zurück nach Pontresina genommen.
Dort sind wir wieder unseren Tätigkeiten nachgegangen bis es schliesslich um 18:30 Pasta Plausch mit leckeren Saucen und Toppings gab! Es gab auch ein sehr gutes Dessert und zwar selbstgemachte Kekse, welche sehr gut schmeckten. Jetzt wird es dann noch das Abendprogramm geben von einer der Jungs Zimmergruppen mit Poker, währenddessen bei den Mädchen ‚Wer bin ich‘ als Abendprogramm gespielt wird. Diese zwei Programme werden dann um 21:00 enden und in dieser Zeit werden wir uns fürs Bett fertig machen und schon vielleicht unsere Sachen anfangen zu packen. Um 22:00 ist dann Nachtruhe und wir gehen dann schlafen für den nächsten Tag! Es wird der Tag der Heimreise sein.
Freitag, 26.6.26
«1800» - ja, das war die korrekte Antwort auf die Frage, die Frau Irmler den drei Gruppen gestellt hatte. Auf 1800 Metern über Meer liegt Pontresina. Allerdings hätte die Antwort als Schätzfrage leise gegeben werden sollen, so dass das Gewinnerteam erkoren werden könnte. Nun waren halt alle Gewinner mit 14 von 17 möglichen Punkten, die auf dem Foto-OL durch Pontresina geholt worden waren.
Die Gruppen waren nach der Zimmerabgabe zeitlich gestaffelt gestartet. Der OL führte vom Gemeindehaus über die Via Maestra an schönen Bündner Häusern und der mittelalterlichen Kirche Santa Maria vorbei über den Steinbockweg und durch den historischen Dorfteil Laret. Danach durfte noch Zeit im Ort oder der Jugi verbracht werden bis zur Besammlung um 11.45 Uhr.
Kurz nach 12 Uhr stiegen wir wieder in die Rhätische Bahn nach Samedan, wo wir auf die Albula Linie wechselten. Im Zug schliefen nicht wenige, andere spielten Karten. Das Umsteigen in Chur und Zürich klappte dank pünktlichen Zügen ohne Schwierigkeiten und so kamen wir müde aber zufrieden bei über 30 Grad in Russikon an, wo auf dem Platz vor dem Gemeindehaus viele Mütter und Väter bereits ungeduldig warteten, um ihre Kinder endlich wieder in die Arme schliessen zu können.